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Für welche Lasten ist ein einzelnes Halbleiterrelais geeignet?

2026-01-30 15:32:28
Für welche Lasten ist ein einzelnes Halbleiterrelais geeignet?

Ohmsche Lasten: Die ideale Wahl für ein einzelnes Halbleiterrelais

Warum ohmsche Lasten die Belastung der Ausgangshalbleiter eines einzelnen Halbleiterrelais minimieren

Bei ohmschen Lasten wie Heizelementen und herkömmlichen Glühlampen entsteht tatsächlich nur eine sehr geringe Belastung für die Halbleiter innerhalb von Festzustandsrelais (SSR). Diese Lasttypen weisen, wie Ingenieure sagen, nahezu einen Leistungsfaktor von eins auf, was im Grunde bedeutet, dass Spannung und Strom gut synchron bleiben und nicht aus dem Takt geraten. Diese Synchronität verhindert die lästigen Spannungsspitzen, die beim Ein- oder Ausschalten von Geräten auftreten. Da weder ein plötzlicher Stromstoß noch gespeicherte Energie zu berücksichtigen sind, bleibt die elektrische Belastung thermisch betrachtet konstant und vorhersehbar. Dadurch werden die empfindlichen Halbleiterübergänge vor wiederholten Erwärmungs- und Abkühlungszyklen geschützt, die im Laufe der Zeit zu Verschleiß führen können. Ein wichtiger Aspekt ist, dass ohmsche Lasten beim Ausschalten keinerlei unerwünschte elektrische Energie (sogenannte Gegen-EMK) zurückliefern – im Gegensatz zu induktiven oder kapazitiven Lasten. Dies erleichtert den Betrieb von SSR erheblich, da sie sicher innerhalb ihrer normalen Betriebsparameter arbeiten können, ohne dass zusätzliche Sicherheitsmargen in das Design eingebaut werden müssten.

Schaltvorgang bei Null-Durchgang: Wie er die Lebensdauer und die EMI-Leistung bei ohmschen Anwendungen verbessert

Bei der Null-Durchgang-Schaltung schaltet das Halbleiterrelais genau in dem Moment ein, in dem die Wechselspannung die Nullvolt-Linie durchschreitet. Diese präzise Zeitsteuerung vermeidet plötzliche Stromsprünge, die zu Problemen führen können. Das Ergebnis? Geringere Belastung durch Spannungsspitzen und deutlich reduzierte elektromagnetische Störungen (EMI). Tests zeigen etwa 40 dB niedrigere EMI-Werte im Vergleich zu herkömmlichen Schaltverfahren. Industrielle Heizsysteme profitieren besonders, da sie wesentlich weniger Störgeräusche erzeugen, die benachbarte Regelkreise beeinträchtigen könnten. Thyristorkomponenten verbrauchen zudem deutlich weniger Leistung – tatsächlich zwischen 65 % und 80 % weniger – was bedeutet, dass diese Komponenten länger halten und seltener ausgetauscht werden müssen. Ein weiterer großer Vorteil ist die Vermeidung von Kontaktschweißungen, die mechanische Relais nach Millionen Schaltvorgängen pro Jahr häufig plagen. Für Anwendungen, bei denen über viele Jahre hinweg wiederholt geschaltet werden muss, bleibt die Null-Durchgang-Schaltung die beste Wahl, um ohmsche Lasten zuverlässig zu steuern.

Induktive Lasten: Kritische Überlegungen zur Zuverlässigkeit einzelner Halbleiterrelais

Gegen-EMK und Spannungstransienten: Primäre Ausfallmechanismen in Schaltungen mit einzelnen Halbleiterrelais

Induktive Lasten wie Magnetschalter, Schütze und verschiedene Motortypen speichern Energie in ihren magnetischen Feldern. Wenn diese Geräte plötzlich abgeschaltet werden, erzeugen sie steile Spannungsspitzen der Gegen-EMK, die über 1.000 Volt pro Mikrosekunde erreichen können. Diese Spitzen verursachen zerstörerische thermische Durchlauf-Effekte in den Halbleiterausgängen von feststoffrelais (SSR). Im Vergleich zu einfachen ohmschen Lasten führt die plötzliche Freisetzung der gespeicherten Energie zu Bedingungen, die elektrischen Lichtbögen ähneln und den Durchbruch der Halbleiterübergänge beschleunigen. Die meisten frühen Ausfälle bei industriellen SSR-Installationen gehen tatsächlich auf genau dieses Phänomen zurück. Die Situation verschlechtert sich noch weiter, wenn es während des Abschaltvorgangs keinen natürlichen Zeitpunkt gibt, an dem der Strom auf null absinkt – insbesondere problematisch bei Wechselstromsystemen, da die verbleibende magnetische Energie nach Erreichen des Spannungsnullpunkts weiter zirkuliert.

Maßnahmen zur Risikominderung: Dämpfungsschaltungen (Snubber), dv/dt-geprüfte SSRs sowie die Auswahl von zufallsbasiert einschaltenden (random-on) SSRs

Es gibt mehrere wirksame Möglichkeiten, ein einzelnes Halbleiterrelais (SSR) vor störenden induktiven Spannungsspitzen zu schützen, die zahlreiche Probleme verursachen können. Zunächst bewirken RC-Entstörnetzwerke hier Wunder: Die meisten Anwender wählen Widerstände von etwa 100 Ohm in Kombination mit Kondensatoren von ca. 0,1 Mikrofarad. Diese kleinen Schaltungen nehmen den plötzlichen Energieimpuls bereits auf, bevor er überhaupt die Ausgangsstufe des SSR erreicht. Eine weitere bewährte Praxis besteht darin, ein SSR mit einer dv/dt-Bewertung von mindestens 500 Volt pro Mikrosekunde auszuwählen – dadurch wird sichergestellt, dass die internen Komponenten bei schnellen Spannungsspitzen nicht beschädigt werden. Bei induktiven Schaltkreisen hilft das Schalten zu zufälligen Zeitpunkten statt am Nulldurchgang, unerwünschte Resonanzerscheinungen zu vermeiden, die sich im Laufe der Zeit aufbauen können. Und vergessen Sie nicht etwas Wichtiges, das viele Ingenieure übersehen: Bei induktiven Lasten sollte die Stromnennleistung des SSR stets um rund 40 bis 50 Prozent herabgesetzt werden. Diese zusätzliche Sicherheitsreserve berücksichtigt unvorhersehbare Einschaltstromspitzen und kurzfristige Überlastsituationen, die häufiger auftreten, als wir wünschen würden.

Kapazitive und gemischte Lasten: Begrenzung des Einschaltstroms durch Absenkung der Nennleistung einzelner Halbleiterrelais

Lade-Stoßstrom des Kondensators: Warum Spitzenstromwerte und I²t-Belastbarkeit entscheidend für die Auswahl einzelner Halbleiterrelais sind

Wenn kapazitive Lasten wie Eingangsfilterschaltungen in Schaltnetzteilen hochgefahren werden, erzeugen sie diese enormen Einschaltströme, die bis zu 20- bis 40-mal höher sein können als die normalen Betriebsströme. Diese Stromspitzen stellen für Halbleiterrelais zwei wesentliche Probleme dar: Erstens besteht unmittelbar die Gefahr, dass der Spitzenstrom die vom Hersteller spezifizierte Belastbarkeit des Geräts überschreitet. Zweitens ergibt sich ein langfristiges Problem durch die sich im Laufe der Zeit aufbauende thermische Belastung, gemessen in den sogenannten I²t-Einheiten (Ampere zum Quadrat pro Sekunde). Zu Beginn verhalten sich Kondensatoren nahezu wie Kurzschlüsse, da ihr Widerstand unmittelbar nach dem Einschalten sehr gering ist; dies birgt das Risiko von Schäden etwa durch MOSFET-Avalancheeffekte oder sogar durch das Schmelzen der Bond-Drahtverbindungen im Inneren.

  • Spitzenstrom-Bewertung übersteigt die ungünstigste Einschaltstromamplitude
  • I²t-Tragfähigkeit übersteigt das gesamte Überschreitungsenergieintegral

Eine Reduzierung um 50–60 % gegenüber den berechneten Werten ist Standardpraxis – nicht nur, um altersbedingte Erhöhungen des ESR des Kondensators auszugleichen, sondern auch, weil Gleichstrom-Ausgangs-SSRs keine Null-Durchgangsunterstützung bieten und daher besonders anfällig für wiederholte Einschaltstromspitzen sind.

Wechselstrom- vs. Gleichstromlast-Kompatibilität: Ausgangskonfigurationsgrenzen eines einzelnen Halbleiterrelais

Die Auswirkung von Wechselstrom- (AC) und Gleichstromlasten (DC) auf die Ausgangsarchitektur eines Halbleiterrelais unterscheidet sich erheblich. Bei Wechselstrom-SSRs funktionieren sie optimal, da sie die natürlichen Strom-Nullpunkte nutzen können, an denen die Wechselspannungswelle die Nullvolt-Linie schneidet. Dadurch lässt sich die Leistung sauber unterbrechen – mithilfe von Komponenten wie Thyristoren oder Triacs, die speziell für Wechselstromsignale ausgelegt sind. Bei Gleichstromlasten wird es jedoch komplizierter: Hier werden einwegige Ausgangsbauelemente benötigt – meist MOSFETs oder bipolare Transistoren –, die einen kontinuierlichen Stromfluss bewältigen und auch bei fehlendem Spannungsabfall zuverlässig abschalten können. Wird ein für Wechselstrom ausgelegtes SSR versehentlich in einer Gleichstromanwendung eingesetzt, treten schnell gravierende Probleme auf: Ohne die Strom-Nullpunkte bleibt das Relais unkontrolliert leitend. Dies führt zu einer Überhitzung der Komponenten und zerstört letztlich die Halbleiterbauteile im Inneren. Die korrekte Auswahl bedeutet daher, den SSR-Typ exakt an die Art des zu steuernden Stroms anzupassen. Ebenso wichtig sind Spannungs- und Stromspezifikationen, die über die normalen Betriebsbedingungen hinausgehen und ausreichend Reservekapazität vorsehen. Fehler bei diesen Angaben beschädigen nicht nur das Relais – sie können ganze Systeme unerwartet zum Stillstand bringen.